
Popóm
Popóm
Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt: Im Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon mal besser – und dann ist da plötzlich dieser Mann, Popóm, fast doppelt so alt und dennoch: Hendrik weiss, dieser Mann bin ich.
Zögerlich nähern sich die beiden an, ihre Beziehung voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Hendrik hofft, in seinem anderen Ich zu finden, was ihm fehlt – Halt und Zuversicht. Doch je stärker er sich an Popóm klammert, desto mehr weicht dieser zurück, und erst als er sich einer Kollegin anvertraut, begreift er den Preis, den man zahlt, wenn man sich dem Leben entzieht.
In Popóm entfaltet Johanna Sebauer das klassische Doppelgänger-Motiv mit feinem Humor vor der Kulisse einer immer unübersichtlicheren Gegenwart.
Joahnna Sebaur, 1988 geboren, ist im Burgenland aufgewachsen. Ihr Roman Nincshof wurde 2023 mit dem Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für das Hamburger Buch des Jahres 2023. Ihre Kurzgeschichte Das Gurkerl erhielt beim Bachmann-Wettbewerb 2024 den 3sat-Preis und den Publikumspreis.