Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart auf Reisen im Orient
Christa Baumberger im Gespräch mit Friederike Kretzen

Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart auf Reisen im Orient
Christa Baumberger im Gespräch mit Friederike Kretzen

Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart auf Reisen im Orient
Christa Baumberger im Gespräch mit Friederike Kretzen

Hotel Arc-en-ciel Gstaad

Die diesjährige Schlussveranstaltung des Literarischen Herbstes Gstaad ist eine Femmage an die zwei literarischen Pionierinnen Annemarie Schwarzenbach (1908–1942) und Ella Maillart (1903–1997). Zu einer Zeit, als allein reisende Frauen höchst selten waren, sind sie in alle Himmelsrichtungen aufgebrochen: weite Reisen und Expeditionen führten sie in den Orient, nach China und Indien, in die USA und in den Kongo. Als Literatinnen und Fotografinnen haben sie das männlich dominierte Genre des Reiseberichts revolutioniert. 2025 wurde ihr literarisches und fotografisches Vermächtnis ins Register Memory of the World der UNESCO aufgenommen.

Im Zentrum der Veranstaltung steht die legendäre Persien-Reise 1939 von Ella Maillart und Annemarie Schwarzenbach, die dem Balkan entlang nach Persien und Afghanistan führte. Das Gespräch der Autorin Friederike Kretzen und der Publizistin Christa Baumberger dreht sich um den weiblichen Blick auf die Welt. Die Lesungen aus Maillart Der bittere Weg (dt. 1948, engl. Erstausgabe 1947) und Schwarzenbach Tod in Persien (1935/36) zeigen, wie sich Fremdwahrnehmung und Selbsterkundung, ethnographische Beobachtung und poetischer Ausdruck vereinen. Lesung: Rosa Reiter.

Das Gespräch findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Litar statt, mit der seit mehreren Jahren jeweils einstündige Gespräche zu bedeutenden Autor:innen durchgeführt werden. Christa Baumberger ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Kulturpublizistin und Kuratorin. Sie schreibt und gibt Bücher heraus, kuratiert Literaturausstellungen und ist Mitherausgeberin von Emmy Hennings’ Prosawerk. Von 2009 bis 2018 war sie als Sammlungskuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizerischen Literaturarchiv der Nationalbibliothek tätig. Seit 2018 entwickelt sie als Leiterin der Stiftung Litar Projekte im Bereich Literatur und literarische Übersetzung: litar.ch 

Das Gespräch führt Christa Baumberger mit Friederike Kretzen. Kretzen studierte Soziologie und Ethnologie und arbeitete als Dramaturgin am Residenz-Theater München. Seit 1983 lebt sie als freie Autorin in Basel. Daneben ist sie als Literaturkritikerin, Essayistin und Dozentin an der ETH und dem Literaturinstitut Biel tätig. Für ihre Romane wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Kritikerpreis für Literatur 1999 (für Ich bin ein Hügel), dem Arno-Schmidt-Stipendium 2001 und mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 (für Schule der Indienfahrer). Zuletzt erschien Bild vom Bild vom grossen Mond. Roman einer Reise (Dörlemann 2022).

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